Tür zu!

"Nur" ein Trick Dog oder schon eine Haushaltshilfe?

Das "Türen schließen" war für uns zunächst einfach ein weiterer Trick, hat sich mittlerweile aber zu einer echten Haushaltshilfe gemausert. Seit Uno da ist, müssen einige Türen (Küche!!!) eher mal verschlossen bleiben, was sich mit vollen Händen nicht immer direkt erledigen lässt. Da lohnt es sich durchaus, wenn Einstein zur Stelle ist und das für einen erledigt. Nebenbei unterstützt es natürlich meine Faulheit... Ich sitze gemütlich auf der Couch, der Zwerg prescht hinein, die Tür fliegt nur so auf und ich kann den Eini schicken, um die Tür wieder zu schließen. Perfekt!

Das Ziel im folgenden Aufbau ist es, dass der Hund die Tür mit der Nase zudrückt. Wollt ihr, dass er seine Pfoten benutzt, ersetzt einfach das Wort "Nase" durch "Pfote". Und tauscht das Handtarget durch das Bodentarget aus! :-)

 

Schritt 1:

Wir bauen erstmal ein neues Target auf, das der Hund mit der Nase berühren soll. Ich nutze ein Stück Moosgummi, man kann aber genauso gut einen Klebezettel oder einen Lappen benutzen. Der Hund muss jetzt verstehen, dass er mit der Nase das Target berühren soll. Ist das Handtarget bereits verstanden, so kann man dies nutzen, indem man das neue Target in die Hand legt. Der Hund wird automatisch mit der Nase zur Hand und somit zum Target gehen: Belohnung!

Schritt 2:

Nun kleben wir das Target bereits an die geschlossene Tür und zeigen dem Hund, dass er es auch hier mit der Nase berühren kann. Bestätigt zu Beginn der Übung jede Bewegung des Hundes in Richtung des Targets, später nur noch, wenn der Hund das Target auch tatsächlich berührt.

 

Schritt 3:

Der Hund berührt das Target nun immer zuverlässig, auch ohne dass wir darauf zeigen. Jetzt kann das neue Kommando für diesen Trick eingeführt werden. Ab dann fangen wir an, den Hund über eine immer größere Distanz zum Target zu schicken, sodass er selbstständig zum Target läuft und es berührt. Klappt dies, können wir die Tür einen Spalt öffnen und belohnen nach und nach nur noch eine ausreichend kräftige Berührung, sodass sich die Tür ein Stück bewegt. Der Hund soll verstehen, dass es darum geht, die Tür zu bewegen. In der Regel wird das aber recht schnell verstanden, da selbst eine schwache Berührung des Targets ausreichen sollte, um eine gut geölte Tür zu bewegen.

 

Schritt 4:

Der Hund hat verstanden, dass er auf das neue Kommando hin zu Tür laufen soll, um das Target mit der Nase zu berühren? Dann kann damit begonnen werden, das Target abzubauen. Schneidet das Target nach und nach kleiner, bis es auf einmal ganz verschwunden ist. Alternativ dazu könnt ihr das Target auch direkt einmal probeweise weglassen und schaut was passiert. Vielleicht hat euer Hund ja schon verstanden und schließt einfach trotzdem die Tür... (Jackpot!!!) Falls nicht, könnt ihr immer noch dazu übergehen, das Target in kleinen Schritten abzubauen.

Hier zeigen meine Helden, wie das im Alltag aussehen kann: