Aufräumen

Das Apportieren klappt sicher und zuverlässig? Wenn diese Grundvoraussetzung sitzt, ist es nicht mehr weit und aus eurem Hund wird eine praktische Haushaltshilfe...

Beim Aufräumen werden zwei verschiedene Tricks kombiniert. Der Hund soll einen Gegenstand apportieren und ihn zu einem bestimmten Platz (in eine Kiste/einen Korb) bringen. Wir kombinieren also die Tricks Bodentarget und Apportieren.

Schritt 1

Das Bodentarget kommt noch einmal zum Einsatz und sollte dem Hund schon bekannt sein. Belohnt zunächst erst ein paar Mal das Bodentarget alleine, damit der Hund wieder weiß, worum es geht. Nun stellt ihr euch hinter das Bodentarget und werft einen Gegenstand von euch weg. Der Hund apportiert den Gegenstand und bekommt, während er auf euch zuläuft, das Kommando für das Bodentarget, das ja schon vor euch liegt. Mit etwas Glück klappt es gleich beim ersten Mal. Probleme könnte es beim Timing geben. Sagt ihr das Bodentarget zu früh an, lässt der Hund den Gegenstand vielleicht fallen, um auf das Bodentarget zu treten. Auch hier gilt es, in kleinen Schritten vorzugehen.

Sollte dies aber gut klappen, verändert eure Position in kleinen Einzelschritten, sodass ihr nicht mehr hinter dem Bodentarget stehen müsst, sondern den Hund von euch weg auf das Bodentarget schicken könnt. Der Hund apportiert nun also nicht mehr in eure Richtung, sondern auf das Bodentarget.

Hier zeigt Einstein, wie Schritt 1 gemeint ist:

Schritt 2

Der Hund bringt nun also Gegenstände auf das Bodentarget. Damit das Aufräumen Hand und Pfote bekommt, ersetzen wir das Bodentarget nun durch ein neues Target. Dies kann ein Einkaufskorb oder eine Kiste sein, in die der Hund die Gegenstände einräumen soll. Je flacher der neue Gegenstand ist, desto einfacher ist es zunächst für den Hund. Belohnt zunächst nochmal das Bodentarget einzeln und legt es dann in das neue Target hinein. Nun muss der Hund mit einer Pfote in das neue Target steigen, um das Bodentarget zu berühren. Wiederholt dies so lange, bis der Hund zuverlässig zur Kiste läuft. Klappt dies, entfernt das Bodentarget und überprüft, ob der Hund immer noch in das neue Target steigt. Funktioniert das noch nicht, geht wieder einen Schritt zurück und legt das Bodentarget noch eine Weile hinein.

Diese beiden Mini-Schritte (zum neuen Target schicken mit und ohne Bodentarget) können dann auch noch auf Entfernung geübt werden, wenn ihr das wollt.

Hier zeigt Uno den Aufbau von Schritt 2:

Schritt 3

Nun wird eigentlich nur noch Schritt 1 mit Schritt 2 kombiniert. Der Hund bekommt einen Gegenstand geworfen, ihr steht hinter der Kiste, und der Hund apportiert zu diesem neuen Target. FERTIG! Naja fast... Nun kann natürlich wieder "von euch weg" apportiert werden. Außerdem könnt ihr nach und nach mehrere Gegenstände hinzunehmen und die Belohnung zwischen den Gegenständen auslassen. Hier zeigt Einstein wie das aussehen kann:

 

Werdet kreativ und nehmt immer mehr Targets in euer Repertoire auf. Der Aufbau bleibt immer gleich, egal ob in einen Korb, in einen Becher oder in ein Sparschwein apportiert wird. Je kleiner das Target, desto schwieriger wird es natürlich. Einstein übt sich gerade am Münzen ins Sparschwein räumen... Wir werden berichten :-).